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Weinbau ist in Mainfranken bereits seit 777 beurkundet. Damals wurden Weinberge bei Hammelburg an das Bistum Fulda verschenkt. Man kann also getrost davon ausgehen, dass der Weinbau in Mainfranken schon weit älter ist, als es die Urkunde bezeugt.

Weinberge bei Hammelburg

Es waren die Römer, die die ersten Kulturreben mit über die Alpen gebracht haben. Mit ihrer 500jährigen weinbau- lichen Erfahrung sorgten sie für den Anbau und die Verbreitung des Weines.

 

Für die weiträumige Ausdehnung des Weinbaus zeichnen vor allem die Bistümer und Klöster verantwortlich. Unter ihrer Leitung wurde Main- Franken im Hochmittelalter zum größten Weinanbaugebiet nördlich der Alpen.

 

 

 

St.Kilian, der Apostel der Franken

Blick in eine römische Küche. Relief von der Igeler Säule, dem Grabmal der Tuchhändlerfamilie Secundini in Igel an der Straße von Metz nach Trier.

Sulzthal im Landkreis Bad Kissingen

Über mehrere Jahrhunderte wurde der Weinbau zu der landschaftsprä- genden und -verändernden Landwirtschaftsform in Mainfranken.

Mit der kleinen Eiszeit, ab etwa 1350, setzte der stetige Rückgang des Weinbaus ein. Seinen Exodus erreichte er mit seinem völligen Zusammenbruch, am Ende des 30jährigen Krieges . Nach einer 200jährigen Erholungsphase waren Mitte des 19ten Jahrhunderts wieder etwa 13 000 Hektar in Mainfranken mit Wein bestockt. Als ab 1896 die Reblaus und neue Rebkrankheiten nach Mainfranken kamen, und durch die beiden Weltkriege des 20ten Jahrhunderts, brach der Weinbau erneut fast völlig zusammen.

Weinberge bei Thüngersheiim

Mit ca.6 300 Hektar beträgt die heutige Rebfläche in Mainfranken nur noch etwa 15 % seiner mittelalterlichen Größe.

In Folge der Aufgabe der einstigen Rebflächen folgte vielerorts Streuobst- anbau oder eine Beweidung mit Schafen.

Dies bescherte Mainfranken, durch Offenhaltung und Ausmagerung der einstigen Rebflächen, zusätzlich, wertvolle Mager- und Trockenbiotope.

Alte und neue Weinlage "Ravensburg" bei Thüngersheim

 

 

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